Angebot und Nachfrage

Hans sein Blog!

Heute morgen in der Bahn habe ich einen Blogbeitrag von uns Hans @HansSarpei gelesen. Tonus ist das Verhalten der Leute und dessen Einfluß auf Berichterstattung.

Völlig richtig: Der Kunde entscheidet mit seinen Füßen. Geht er, ändert sich das Produkt, um ihm wieder zu gefallen.

Hier stoßen aber nun zwei Sachen auf einander, die auch anderen Branchen Probleme gemacht hat, oder machen wird. Entscheidender Ausdruck hier: Pull Medium. Soll sagen, dass es Kein Publikum mehr gibt, sondern bald nur noch den User. Dieser User pullt sich das aus dem Pool, was ihn gerade interessiert. Der vorteil eines Publikums, welches bereit ist, sich beschallen zu lassen, hat das Fernsehen bald verloren. Hulu, YouTube, Whatchever, Maxdome usw. formen diesen Markt neu.

Wieder festigt sich die Aussage: Der Kunde entscheidet mit seinen Füßen.

An dieser Stelle gibt es zwei Möglichkeiten: 1) Appell an die User 2) Anpassung des Produktes. Ganz einfach. Jetzt sind wir mitten im Entertainment angelangt. Die Bundesliga befindet sich im Jahre 2013 ff. und der Fußball (Sport generell) befindet sich nicht einmal mehr im Wandel. Der ist längst geschehen. Hier geht es um Knete! Neben ManU und Barcelona/Real buhlen edliche Vereine um die Gunst der Zuschauer und potenziellen Merch-Käufern. Investoren geben mit Millionen die Mittel für den Erfolg. Erfolg ist hier nicht mehr das, was einmal die Meisterschaft war. Erfolge sind TV-Auftritte im Europazirkus Champions League oder wenigstens Europa League. Erfolg sind Gareth-Bale-Trikotverkäufe und Barca-Trikot auf jeder FiFA’14-Hülle. Erfolg ist der Kurswert der Aktie BVB.

“Während wir früher mit unserer Mannschaft im Radio und via Teletext gezittert (...)” – Richtig. Heute ist aber HD und Facebook. Die Leute wollen eine Show sehen. Im Moment findet die noch (meistens) in der Ratten-Bild statt. Das Menü wird in einer Gerüchteküche zubereitet. Das ist aber nun einmal so. Punkt. Change is good, habe ich einmal gesagt bekommen. Ein Appell an Fans ist also eher solala. Eine andere Idee: Der Kunde entscheidet mit seinen Füßen. <-> Der User entscheidet mit dem Klick. Fragt Euch einmal, wie lange es noch dauert, bis die Mannschaftsaufstellung durch Likes bestimmt wird. Vor Jahren war man stolz, wenn der Lieblingsverein im DFB-Pokal weiter kam. Heute ist man genervt, enttäuscht oder verärgert, wenn der Verein im Pokal nur mit der B-11 antritt. (*hustBVB*)

Nach der Musikbranche, die von CD auf Amazon, Google-Play, iTunes oä. umsteigen musste; Nach dem TV, welches sich zu einer VoD-Plattform entwickeln muss; Nach dem Verlag, der eBooks anbieten muss, wird auch der Top-Level-Sport einen Wandel erleben, oder?

Registriert euch auf der Website, ladet die App, geht ins Stadion und steuert mit Euerm Klick die Einwechslungen des Trainers. 40 Likes mehr für @HansSarpei, 3 Tore mehr für Schalke, Champions League, Profit/Quote. Das ist doch einfach?!